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      Alle Jahre wieder sind die Vögel gefährdet

      Birgitta Tenten

      Alle Jahre wieder sind die Vögel gefährdet
      Alle Jahre wieder sind die Vögel gefährdet

      „Alles begann mit einer Zufallsbegegnung im Flieger. Ich hatte ein unglaubliches Gespräch mit dem Schwiegersohn eines engagierten Vogelschützers. An diesem Tag, vor mittlerweile mehr als 20 Jahren hat sich für mich vieles verändert“, so Birgitta Tenten auf die Frage, wie es zu ihrem Engagement kam.


      Mit dem Ziel, die Schwachen, die keine Lobby haben, zu schützen, begibt sie sich jedes Jahr aufs Neue in das Jagdgebiet an den Lago d´Iseo. Dort ist Birgitta Tenten, gemeinsam mit Freiwilligen aus der ganzen Welt im Einsatz gegen den organisierten Vogelmord. Unter den jagdbaren Vogelarten befinden sich unter anderem Rotkehlchen, Meisen, Amseln, Rot- und Singdrosseln – sie alle werden dort im Herbst gefangen und getötet. Die Artbestände der Singvögel nehmen dadurch dramatischen Schaden. Birgitta Tenten möchte das nicht hinnehmen – sie will die Vögel wieder singen hören.


      LEW-Gesichter

      Wer ist #besserMACHER Birgitta Tenten ?

      LEW-Gesichter: Birgitta Tenten

      Bereits seit 1993 ist Birgitta Tenten für LEW tätig. Aus der EDV-Abteilung bei den BEW in München ging es für sie ins SAP-Team für Sonderaufgaben. Neben der Betreuung von Intranet als auch Internet, oblag ihr außerdem die Unternehmenskommunikation. Ihr Weg führte sie dann ins SAP-Basisteam, wo sie bis heute Sonderthemen betreut. So oft sie kann, nutzt die 60-Jährige ihren Urlaub für ihre Fahrten nach Italien, um beispielsweise illegale Bogen- oder Schlagfallen zu suchen und zu entschärfen. In die legale Vogeljagd darf nicht eingegriffen werden. Weil Paarhufer wie Rehe und Hirsche früher selten waren, hat sich eine Tradition der Zugvogeljagd entwickelt. In einigen Mittelmeerstaaten gelten Singvögel als Delikatesse und werden bevorzugt während der Herbstmigration gejagt. Vor allem in Italien ist die Vogeljagd sehr verbreitet. Jedes Jahr verenden dort qualvoll unzählige Vögel durch legale und illegale Jagd.

      Vogel-Rettung als Passion

      LEW-Gesichter: Birgitta Tenten

      „In der erste Oktoberwoche geht es wieder los, dann bin ich für drei Wochen in Bungalows mit all den anderen freiwilligen Helfer:innen einquartiert. Tagsüber sind wir in kleinen Gruppen unterwegs und suchen nach illegalen Fallen.“ Birgitta Tenten gilt mittlerweile als Campmutti und ihre Aufgabe ist in erster Linie, ihr Transportfahrzeug zu fahren und sich um gerettete Vögel zu kümmern. Für alle Tiere geht es dann schnellstmöglich in die nahegelegene Pflegestation in Modena, wo sie wieder aufgepäppelt werden. Da jeder Vogel Bestandteil der Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft ist, können sie nicht sofort wieder freigelassen werden. „In einem Jahr ist es uns gelungen, mehr als 10.000 Fallen sicherzustellen. Da die Käfige Eigentum der Wilderer sind, müssen wir sie aber zurückgeben. In der Regel fallen Geldbußen an, und der Verlust des Jagdscheins ist eine mögliche Konsequenz. Bei illegalem Schusswaffengebrauch kann auch eine Gefängnisstrafe verhängt werden“, erzählt sie uns. Ihr Einsatz ist nicht ungefährlich: „Es wurde bereits über unsere Köpfe hinweg geschossen. Ich werde mich wohl nie an diese Geräusche gewöhnen, die durch Gewehre ausgelöst werden.“

      Brutale Jagd muss beendet werden

      LEW-Gesichter: Birgitta Tenten

      Neben den Vögeln sind auch noch unzählige andere Tierarten in der Region betroffen, denn gerade die Fallen am Boden schnappen auch leicht bei einem Wiesel oder den seltenen Feuersalamandern zu. Der Grund für diese Jagd ist brutal und an Traurigkeit nur schwer zu übertreffen: die Vögel werden getötet, gerupft und anschließend verzehrt. Greifvögel hingegen werden nur geschossen, aber nicht gegessen, denn sie sind den Wilderern ein Dorn im Auge.

      Wichtig ist bei all dem Leid und Schrecken, die Freude nicht zu verlieren

      Um sich abzulenken und die teilweise verstörenden Bilder verarbeiten zu können, verbringt die international aufgestellte Truppe die Abende gemeinsam bei veganem Essen. Durch Corona und die vielen Einschränkungen im vergangenen Jahr, mussten sich auch die Vogelschützer:innen umstellen. Daraufhin hat die handwerklich begabte Campmutti kurzerhand Masken mit Vogelmotiven für alle freiwilligen Helfer:innen genäht, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.


      #besserMACHER: So können Sie helfen

      #besserMACHER: So können Sie helfen

      Tipps von Birgitta Tenten, wie auch Sie einen scheinbar kleinen, aber entscheidenden Beitrag leisten können:

       

      • Augen auf beim Wandern in der Lombardei, am Lago d'Iseo und dem Gardasee
      • Beobachtungen (z.B. feinmaschige Netze) an die Polizei oder das Komitee weitergeben, auf keinen Fall selbst entfernen
      • Nisthilfen im eigenen Garten aufstellen
      • Zuhause Wassertonnen abdecken und / oder Trinkwasser in Schalen bereitstellen
      • Richtig füttern im Winter, z.B. bei kaltem Wetter Fettfutter anbieten
      • Jungvögel, die auf dem Boden sitzen, nicht anfassen (meist kommen die Vogeleltern); erst beobachten und dann ggf. zum Tierarzt oder Tierheim bringen
      • Das Komitee ist dankbar für Spenden (komitee.de oder über smile.amazon.de)
      • Nachwuchs willkommen, gerne mit Artenkenntnis – Vogelschutz braucht Engagement – machen Sie mit!

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