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      Frühjahrsputz? Aber richtig!

      Nachhaltig putzen

      Frühjahrsputz? Aber richtig!
      Frühjahrsputz? Aber richtig!

      Nachhaltig reinigen spart Geld, Chemie und Zeit. Niemand weiß das besser als Rosemarie Weber. Die Hauswirtschaftsmeisterin ist erste Vorsitzende des „DHB-Netzwerk Haushalt e.V.“ in Augsburg und bringt mit ihren Tipps jede Wohnung langanhaltend und umweltschonend zum Strahlen.

      Nachhaltig putzen – das klingt nach Verzicht und viel Arbeit. Rosemarie Weber findet das gar nicht.

       

      Seit Jahrzehnten achtet der Verein „DHB – Netzwerk Haushalt“, der sich früher „Deutscher-Hausfrauen-Bund“ nannte, per se darauf, dass seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nicht zu viel mit Chemie in Kontakt kommen.

      Der Verein bereitet am Zeugplatz 3 in Augsburg Männer und Frauen auf die Abschlussprüfung zum Hauswirtschafter (m/w/d) vor, vermittelt Reinigungskräfte für Privathaushalte und gibt Kurse zum Thema Reinigung, Kochen oder Nähen. „Da unsere Mitarbeitenden im Dienstleistungszentrum ständig mit Reinigungsmitteln arbeiten, achten wir verstärkt darauf, dass sie mit möglichst wenig ätzender oder leicht flüchtiger Reinigungschemie in Kontakt kommen“, so Weber, die auch Vorsitzende des Landesverbandes Bayern ist, und erklärt: „Die braucht es eigentlich auch nicht, denn wer einige grundlegende Dinge beachtet, kommt mit wenig Chemie aus.“ Und diese Tipps hat Rosemarie Weber für einfaches und nachhaltiges Reinigen:

      Tipps fürs regelmäßige Putzen

      Tipp 1: Mit System ans Reinigen

      Ob man die Treppe putzt, Regale oder den Tisch, mit diesen einfachen Grundregeln entfernt man den Dreck schnell und effektiv: „Profis arbeiten sich immer vom leicht zum stark Verschmutzten, von oben nach unten, von innen nach außen und von hinten nach vorne“, erklärt die Hauswirtschaftsmeisterin.

      Tipp 2: Schwamm drüber – aber regelmäßig

      Wer regelmäßig über die Oberflächen wischt, Verschüttetes gleich wegmacht oder angebrannte Töpfe über Nacht einweichen lässt, muss später nicht mit hartnäckigen Verkrustungen oder klebrigen Stellen kämpfen, weiß Rosemarie Weber.

       

      „Man spart sich die Chemiekeule, wenn man den noch warmen Backofen mit einem feuchten Tuch auswischt, ein Haarsieb für den Abfluss verwendet oder Flecken in der Kleidung gleich rauswäscht. Gibt es doch mal was Hartnäckigeres, kann man ein wenig Reinigungsmittel direkt auf die Stelle geben und die Mechanik erhöhen, also länger mit einem Tuch die Verkrustungen bearbeiten.“

       

      Hilft dies auch nicht, so rät die Hauswirtschaftsmeisterin: „Wenn Chemie, dann sollte man immer mit dem harmloseren Mittel anfangen.“

      Tipp 3: Mit Routine ans Werk

      Für Rosemarie Weber ist klar: Wer regelmäßig dranbleibt und eine Routine aufbaut, hat es beim Putzen leichter und schneller.

       

      Dabei unterteilt sie die Reinigung einer Wohnung in drei Arten: Bei der sogenannten täglichen Sichtreinigung räumt man täglich alles weg, was auf dem Tisch, im Flur oder der Bank nichts zu suchen hat, auch gerade entstandener Schmutz wird gleich weggewischt oder -gekehrt.

       

      Die Expertin hat da viele kleine Beispiele parat: „Wischt man nach jedem Kochen kurz über die Dunstabzugshaube, kann das Fett nicht antrocknen. Geht man nach dem Duschen oder Waschen mit einem trockenen Tuch über die nassen Flächen, spart man sich viel Arbeit bei der späteren Badreinigung.“

       

      Dafür hat sie persönlich in Küche und Bad ein Baumwolltuch hängen, mit dem sie nach der Nutzung alles trocken wischt: „Die Belohnung bekomme ich gleich zweimal. Durch ein immer glänzendes Waschbecken oder eine Spüle und beim nächsten Putzen des Bades, weil ich kaum noch Kalkflecken mehr wegmachen muss und so schneller durch bin.“

      Wöchentliche Fitness

      Die zweite Ebene ist die Unterhaltsreinigung. Sie sollte regelmäßig, meist wöchentlich, gemacht werden. Hier werden Oberflächen, Ecken abgestaubt, Böden gestaubsaugt und gewischt sowie Bad und Toilette geputzt. „Wie oft man die Unterhaltsreinigung machen muss, variiert von Fall zu Fall. Das sollte jeder in seinem Rhythmus tun, damit es zur Routine wird“, findet Weber.

      Frühjahrsputz auch mal im Herbst

      Die letzte Art der Reinigung ist die jährliche Grundreinigung, auch als Frühjahrsputz bekannt. „Dabei werden größere Projekte wie Fenster, Schränke, Regale geputzt oder Vorhänge gewaschen. Das kann man, muss man natürlich nicht nur im Frühjahr oder auf einmal machen. „Auch hier geht das eigene Gefühl vor Dogmatik, um dauerhaft eine saubere Wohnung zu haben“, weiß die Hauswirtschafterin.

      Herdplatte
      Wer regelmäßig mit sanften Reinigungsmitteln den Oberflächen wieder Sauberkeit und Glanz verleiht, spart sich den Kampf gegen Ein- und Angetrocknetes und ist damit auch viel schneller fertig.

      Bei Verkrustungen reichen oft Geduld und Mechanik
      Für Verkrustungen braucht es meist keine Spezialreiniger. Oft reichen Geduld und Mechanik: Über Nacht einweichen lassen und dann ordentlich schrubben. Die Natur sagt danke!

      Trockenwischen für glänzende Oberflächen
      Wer nach der Benutzung von Spüle, Waschbecken und Co. alles kurz mit einem Tuch trocken wischt, gibt Kalkflecken keine Chance und freut sich über glänzende Oberflächen.

      Diese Reinigungsmittel genügen

      Wer so putzt, kann auch mit sanften wenigen Reinigungsmitteln und damit nachhaltig arbeiten: „Man unterscheidet im Haushalt zwei Schmutzarten: Kalk und Fett. Ein fettlösender Reiniger ist ein Allzweck- oder Neutralreiniger. Kalk wird dagegen durch einen Reiniger mit Zitronensäure, einem Badreiniger zum Beispiel, entfernt. Damit könnte man auch die Toilette putzen, aber für mich ist eine Flasche WC-Reiniger praktischer. Und schließlich braucht man noch ein Spülmittel“, erklärt Rosemarie Weber. Sie betont: „All diese Mittel gibt es auch als besonders umweltfreundliche Mittel zu kaufen, viele machen sich diese aber inzwischen auch selbst.“

       

      Rosemarie Weber benutzt die umweltfreundlichen Reinigungsmittel aus der Drogerie, setzt aber auch reines Natron ein, um beispielsweise die Badfugen weiß zu bekommen oder Beläge aus Kaffee- oder Teekannen zu entfernen.

       

      Auch leichte Verkalkungen lassen sich damit entfernen. „Alkohol und Spiritus benutze ich so gut wie gar nicht, weil sie Haut und Atemwege reizen, auch Soda sollte man vorsichtig nutzen, weil es eine Lauge ist, und Essig kommt bei mir nur in den Salat“, lächelt die Vorsitzende und erklärt es genauer: „Es greift Dichtungen und manche Oberflächen an und deshalb kommt es bei uns gar nicht erst zum Einsatz. Zitronensäure oder Natron ersetzen es ja richtig gut.“

       

      Bei besonders hartnäckigem Dreck nutzt man im Haus der Hauswirtschaft in Augsburg auch Scheuermittel. Die Vorsitzende schwört dabei auf den so genannnten Putzstein. Man reibt etwas von dem „Stein“ auf einen feuchten Schwamm und knetet diesen, bis Schaum entsteht: „Dieses Mittel, wie auch Wiener Kalk, kann man auf vielen Oberflächen einsetzen, weil die polierenden Schleifpartikel sehr fein sind. Trotzdem können bestimmte Oberflächen nicht damit bearbeitet werden, wie Hochglanzlacke.“

      Es braucht keine Spezialreiniger
      Der Welt der Reinigungsmittel und -tücher sind in der Drogerie keine Grenzen gesetzt — und doch braucht es keine Spezialreiniger, um die Wohnung sauber zu bekommen und zu halten. Selbstgemacht oder als umweltfreundliche Variante reichen schon wenige Mittel.

      Die richtige Dosierung von Reinigungsmittel vermeidet Schlieren
      Der Spruch "Viel hilft viel" stimmt hier nicht. Bei der Dosierung von Reinigungsmittel kann das sogar das Gegenteil bewirken: nämlich Schlieren. Wer nachhaltig putzt, dosiert nach Anweisung.

      Mehr ist nicht besser

      Doch egal, welche Reinigungsmittel man verwendet, wichtig ist vor allem, dass man sie richtig dosiert. „Mehr ist hier nicht besser! Steht auf der Flasche eine Kappe pro 10 Liter, sollte in den kleinen 5-Liter-Eimer keine ganze Kappe. Es bringt eher Schlieren und ist nur eine zusätzliche und unnötige Belastung für die Umwelt“, findet Rosemarie Weber.

       

      Weil viele sich nicht an Dosierungen halten, steht sie auch Mikrofasertüchern skeptisch gegenüber: „Weil man hier Reinigungsmittel einsparen kann, sind sie schon umweltschonend, aber nimmt auch jeder deshalb weniger? Zudem können Mikrofasertücher einige Oberflächen zerkratzen und dürfen weder in den Trockner, noch mit Weichspüler gewaschen werden.

       

      In der Praxis rutscht dann doch schnell mal eins dieser Tücher durch, weshalb eine Kollegin von mir sich sicher ist, dass jedes Mikrofasertuch irgendwann ein gewöhnlicher Lappen wird.“ 

      Lieber waschen als Einweg

      Die Vorsitzende des Bayerischen Landesverbandes des DHB kommt ohne Mikroplastik aus, sie verwendet Baumwolllappen, Schwämme zum Spülen und ein Tuch fürs Fenster: „Es muss kein Leder sein, aber eines speziell für Fenster. Viele verwenden für Bäder und Küchen verschiedenfarbige Tücher, damit man sie nicht verwechselt. Wichtig ist bei allen Tüchern aber vor allem, dass man sie regelmäßig wäscht.“

      Apropos waschen, hier zieht Weber die Tücher, die man waschen kann, Küchenrollen oder Einmaltüchern in jedem Fall vor.

      Günstige Ausstattung

      Mit Staubsauger, Besen, Kehrblech, Fensterabzieher (wer mag), Staubwedel, Spülbürste, und/oder -schwamm, Fenster„leder“, Toilettenbürste und diversen Baumwolltüchern kann man sein Zuhause also günstig erstrahlen lassen.

       

      Mit regelmäßigem Putzen erspart man der Umwelt zudem Spezialreiniger und Chemie, denn es reichen Neutral-, Badreiniger und Spülmittel, um den Glanz der Wohnung zu erhalten. Was will man und die Natur mehr?

      Nachhaltiges Putzen: auf einen Blick

      Piktogramm Auge
      Nachhaltiges Putzen: auf einen Blick

      Wer (Wasser-)Flecken und Verkrustungen gleich wegwischt, regelmäßig eine Sicht-, Unterhalts- und Grundreinigung durchführt, kommt mit wenigen Reinigungsmitteln aus:

       

      • einen Allzweck- oder Neutralreiniger gegen Fett
      • einen Reiniger mit Zitronensäure gegen Kalk
      • ein Spülmittel sowie ein sanftes Scheuermittel für hartnäckige Verunreinigungen
      • Zitronensäure und Natron sind gute Alternativen zum Entkalken von Flächen und Kaffeemaschinen.

       

      Beim Verwenden von den Reinigungsmitteln immer auf die richtige Dosierung achten. Mehr ist hier nicht besser.

       

      Bei Tüchern sollte immer das verwendet werden, was man auch waschen kann: also Baumwolltücher und Schwämme sowie Fenster“leder“. Auf Küchenrolle, Einwegstaub- und -reinigungstüchern kann man verzichten.

       

      Sollte man doch agressivere Mittel benötigen, dann gilt: Grundsätzlich sollten Verunreinigungen zuerst mit dem harmlosesten Mittel und Mechanik angegangen werden.


      Noch mehr Tipps und Tricks

      Piktogramm Stoßlüften

      Fensterputzen

      Man braucht:

      • einen Eimer mit lauwarmem Wasser
      • einen Spritzer Spülmittel
      • ein Fensterleder oder Ähnliches
      • ein Baumwolltuch

      Und so geht es:

      1. Lose Verschmutzungen wie Blütenstaub oder Saharasand oder Spinnweben mit dem Besen abfegen.
      2. Mit leicht feuchtem Lappen Fenster von oben nach unten putzen.
      3. Mit Tuch noch feuchte Stellen oder Ecken trocken reiben.

      Manche nutzen auch einen Abzieher oder ein elektrisches Fensterputzgerät.

      Wichtig: Nie bei direkter Sonne oder bei Kälte putzen.

       

      Piktogramm Wäsche waschen

      Nachhaltiges Wäschewaschen

      • Auf die richtige Dosierung der Waschmittel nach Härtegrad des Wassers achten, mehr ist nicht besser.
      • Wenn möglich, auf Weichspüler und Duftstoffe verzichten.
      • Waschmaschinen voll nutzen: Die Trommel immer laut gewähltem Programm befüllen, alles andere ist verschenkt, denn zweimal 2,5-kg-Waschgänge verbrauchen mehr Energie als eine 7-kg-Ladung.
      • Auch Kurzprogramme verbrauchen mehr Energie. Es gibt fünf Waschfaktoren: Chemie, Mechanik, Temperatur, Wasser und Energie. Wird die Zeit verkürzt, muss etwas anderes mehr werden, das ist in der Regel das Wasser.
      • Kleidung länger tragen, wenn sie nicht verschwitzt ist oder schmutzig.
      • Mikrofaser vermeiden, denn Mikrofaserteilchen gelangen ins Abwasser. Auf natürliche Stoffe zurückbesinnen.

       

      Piktogramm Staubsauger

      (Auto-)Polster reinigen

      Man braucht:

      • einen Staubsauger und/oder
      • ein feuchtes Tuch
      • Feinwaschmittelpaste, Kern- oder Gallseife
      • einen Schwamm

      Und so geht es:

      1. Mit dem Staubsauger groben Schmutz oder Tierhaare entfernen. Mit einem feuchten Tuch geht das auch.
      2. Etwas Feinwaschmittelpaste (zum Beispiel aus derTube), Kern- oder Gallseife mit wenig Wasser und einem Schwamm so lange kneten, bis ein fester, trockener Schaum entsteht.
      3. Dann auf dem Polster verteilen und einreiben.
      4. Mit klarem Wasser und einem nur leicht feuchten Tuch den gelösten Schmutz und die Reinigungsmittelreste aufnehmen.

      Wichtig: Die Polster dürfen nicht zu feucht werden, sonst gibt es Wasserflecken oder sie riechen muffig.


      Unser Alltag in Zahlen

      3,3

      STUNDEN

      • – also 3 Stunden und 20 Minuten – verbringt der oder die Deutsche pro Woche mit Putzen.  Wie die Marktforscher von Splendid Research herausgefunden haben, behaupten zwei Drittel der Männer in Beziehungen von sich, sie putzten. Aber nur 37 Prozent der Frauen sagen das über ihren Partner. Im Schnitt putzt das männliche Geschlecht eine Stunde weniger pro Woche als die Damen.

      28,65

      EURO

      • ... hat jeder Deutsche im Jahr 2018 im Schnitt im Lebensmitteleinzelhandel und in Drogeriemärkten für Reinigungs- und Pflegemittel ausgegeben. Knapp 16 Packungen pro Kopf. Laut Marktforschungsunternehmen Nielsen waren das insgesamt rund 2,3 Milliarden Euro.

      1

      MAL PRO WOCHE

      • ... sollten auch wenig beanspruchte Wohnungen komplett geputzt werden. Das Magazin „Focus“ empfiehlt hierzu Staub wischen, Teppich saugen und glatte Böden wischen.

      630.000

      TONNEN CHEMIKALIEN

      • ... aus Wasch- und Reinigungsmitteln privater Haushalte gelangen pro Jahr in Deutschland ins Abwasser. Wie das Umweltbundesamt weiter meldet, sind darunter 198.976 Tonnen Tenside und 31.860 Tonnen Phosphate.

      21

      KILOWATTSTUNDEN (KWH)

      • ... Strom verbrauchen die sparsamsten Staubsauger (400 Watt) im Jahr. Das sind etwas weniger als sechs Euro Stromkosten. Die Verbraucherzentrale hat ihrer Musterrechnung 52 Stunden Betriebszeit (1 Stunde pro Woche) zugrunde gelegt. 900-Watt-Sauger können im Jahr Strom für mehr als elf Euro verbrauchen.

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